Konferenz: Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden

Der Erste Weltkrieg hat die politische, soziale, geostrategische und ökonomische Landschaft der Welt grundlegend verändert und spätere Kriege vorbereitet. Er brachte ungeahnte Grausamkeiten, brutale
Vernichtung und Ausbeutung von Mensch und Umwelt hervor.
Der Erste Weltkrieg führte zu einer zuvor nicht gekannten Technisierung und Verwissenschaftlichung des Krieges bis zum ersten Einsatz von Massenvernichtungsmitteln. Wissenschaft, Forschung und technologische
Entwicklungen wurden ab diesem Krieg unverzichtbare Grundlage für die Militarisierung von Gesellschaft.
Recht und Völkerrecht bekamen vor dem Krieg und als Konsequenz des Zivilisationsbruches des Ersten Weltkriegs eine neue Bedeutung.
Erstmals wurde die ganze Gesellschaft, besonders auch die Frauen, über mehrere Jahre in den Krieg aktiv und unverzichtbar eingebunden.
Wissenschaft für den Krieg
Ohne eine massive Indienstnahme von Wissenschaft und Forschung und einer Instrumentalisierung des Wissens der verschiedenen Wissenschafts- und Forschungsbereiche wäre dieser Krieg und auch der Zweite Weltkrieg nicht möglich gewesen; Wissenschaften und Wissenschaftler/innen wurden als Ressourcen der „modernen“ Kriegsführung eingespannt: U-Boote, Flugzeuge, Panzer, Chemiewaffen; aber auch (militär-)
psychologische Einstellungs- und IQ-Tests und die Mobilisierung der Heimatfront – diese „Innovationen“ wären ohne die Militarisierung der Wissenschaft und den Militarismus von Wissenschaftlern/innen nicht möglich gewesen.
Analyse und Alternative: Entmilitarisierung
Wir wollen auf dem Kongress die Rolle von Wissenschaft und Forschung, von Universitäten und außeruniversitären Forschungsinstitutionen analysieren, aktuelle Entwicklung wie die Roboterisierung und die
Automatisierung (u.a. Drohnen) bearbeiten und kritisieren. Stark im Mittelpunkt soll die Diskussion von friedlichen und zivilen Alternativen stehen; Abrüstung als gesellschaftlicher Prozess ist die
Herausforderung, Entmilitarisierung der Gesellschaft das humane Ziel.

Mehr Infos und das Programm findet ihr hier

Facebook-Event

Termin: 

Freitag, 16. Mai 2014 - 12:30 bis Sonntag, 18. Mai 2014 - 14:30

Ort: 

Universität Potsdam - Campus Griebnitzsee

Typ: