Frauenpodium zur Lage in Katalonien: Katalonien und Menschenrechte


Seit Oktober befindet sich die katalanische Autonomie unter Zwangsverwaltung durch die spanische Zentralregierung. Parallel hat die spanische Justiz Mitglieder zivilgesellschaftlicher Organisationen und katalanische PolitikerInnen entweder in Untersuchungshaft genommen oder ins Exil getrieben. Ihnen wird unter anderem Rebellion – unter Anwendung von Gewalt – vorgeworfen. AktivistInnen und KünstlerInnen aus ganz Spanien werden seit einigen Monaten für ihren gewaltfreien Protest gegen die Verletzung von grundlegenden Rechten kriminalisiert. Frauen bleiben nicht von der harten Repression verschont.

Wie steht es um die politischen Rechte, die Bürger- und insbesondere die Frauenrechte in Katalonien?
Frauen haben in den letzten Monaten eine zentrale Rolle im politischen Prozess in Katalonien gespielt. Am 15. Mai 2018 treffen sich fünf außerparlamentarische Politikerinnen* und Aktivistinnen* aus Katalonien in Berlin, um aus ihrer Sicht zu berichten und mit der deutschen Öffentlichkeit in Dialog zu treten. Mit ihren Überzeugungen vertreten sie verschiedene Organisationen und setzen sich für Demokratie, Menschenrechte und die Umsetzung einer Republik aus feministischer Sicht ein. Sie werden über die Herausforderungen von gewaltfreiem Aktivismus, Untersuchungshaft als politisches Werkzeug, Munizipalismus, Sprache, Kultur und die Rolle der Frau in einer Katalanischen Republik sprechen:

Txell Bonet: Radio- und Fernsehjournalistin sowie Mitglied des Katalanischen Vereins für Bürgerrechte. Ihr Lebenspartner, der Aktivist Jordi Cuixart, befindet sich seit über einem halben Jahr in U-Haft.
Núria Alcaraz: Soziologin mit Schwerpunkt Gender Studies. Mitglied des Nationalen Sekretariats der linksgerichteten Partei CUP.
Erika Casajoana: Beraterin für öffentliche Kommunikation. Lebt in Brüssel und ist Mitglied der Organisation ANC.
Marie Kapretz: Ehemalige Vertreterin der katalanischen Regierung in Deutschland. Mitglied der Mitte-links-Partei ERC, deren Vorsitzender ebenso in U-Haft ist.
Blanca de Llobet: Vorstandsmitglied der zivilgesellschaftlichen Organisation Òmnium Cultural.

Krystyna Schreiber (Moderation): Deutsche Journalistin. Lebt in Barcelona und arbeitet dort als Korrespondentin für internationale Medien.

Eine Veranstaltung von AStA TU Berlin und ANC Berlin.

Termin: 

Dienstag, 15. Mai 2018 - 18:00 bis 20:30

Ort: 

TU Berlin, Raum MA 004

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