Die Berliner Immobilien- und Liegenschaftspolitik und der fehlende Wohnraum für Geflüchtete

Infoveranstaltung mit Aktivist*innen der Kampagne „Wohnraum für Alle“ und anschließender Diskussion

In Berlin herrscht Wohnungsnot und das nicht erst, seit Menschen aus Kriegsgebieten hier angekommen sind. Das Land Berlin verkaufte in den letzten Jahrzehnten seine landeseigenen Flächen. Hinzu kommen die Privatisierung stadteigener Wohnungen und undurchsichtige Strukturen im alten Sozialen Wohnungsbau. Gleichzeitig wächst die Stadtbevölkerung seit Jahren. Geflüchtete, die das Abschreckungssystem sogenannter Erstaufnahmeeinrichtungen und die Unterbringung in als Notunterkünften umfunktionierten Turnhallen hinter sich haben und in Berlin bleiben dürfen, bekommen danach nicht automatisch eine Wohnung. Ganz im Gegenteil. Die Betroffenen spüren nun die volle Härte des Mietmarktes, der durch die verfehlte Wohnungsbaupolitik und den Wegfall der Belegungsbindung im Sozialen Wohnungsbau angespannt und teuer ist.
Die als Lösung präsentierten „Gemeinschaftsunterkünfte in Modulbauweise“ ändern wenig an der Wohnsituation für Geflüchtete: Die Unterbringung erfolgt in Containern, bezahlbarer selbstbestimmter Wohnraum bleibt eine Vision. Es werden keine eigenen Wohnungen für Geflüchtete geschaffen, sondern neue Massenunterkünfte in Containerbauweise errichtet. Wir glauben, dass öffentlicher Wohnungsbau diese Probleme lösen kann. Aber wie können die Menschen für günstigen Wohnraum für alle in ihrer Stadt kämpfen, wenn immer mehr Grundstücke privatisiert werden? Wie kann eine künftige fortschrittliche Liegenschaftspolitik aussehen, welche die Bedürfnisse der alten und neuen Bewohner*innen Berlins in den Vordergrund stellt?

Anschließend hoffen wir noch auf interessante Gespräche am geöffneten Tresen bei einem Bier oder einer Weinschorle.

Dienstag, 7. Juni – 18:00 Uhr – Café PlanWirtschaft (im B-Gebäude der TU Berlin, Hardenbergstraße 40A), U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Termin: 

Dienstag, 7. Juni 2016 - 18:00

Ort: 

Café PlanWirtschaft (im B-Gebäude der TU Berlin, Hardenbergstraße 40A), U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz

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