Uni-(r)assist nicht an der TUB und nirgendwo!

Aus aktuellem Anlass nochmal unsere Pressemitteilung zu Uni-assist vom Anfang des Jahres, in der wir auch auf die Antwort der TU bzgl. unserer kleinen Anfrage im akademischen Senat eingehen.

Das sich an den Zuständen offensichtlich gar nichts verändert hat, zeigt jetzt auch ein Artikel des Tagesspiegel vom 02.09..

Unsere Pressemitteilung vom 17. Januar:

Studierendenvertretung kritisiert die Zusammenarbeit der TU Berlin mit dem Verein uni-assist. Warum müssen internationale Bewerber_innen Gebühren für ihre Bewerbung entrichten?

Der Verein uni-assist prüft vorab die Bewerbungsunterlagen für alle externen Bewerberber_innen. Darunter fallen alle Bewerber_innen aus dem Ausland und jene Masterbewerber_innen, die ihren Bachelor nicht an der TU Berlin absolviert haben. Bei Nicht-Deutschen Bewerber_innen werden für die Bewerbungsprüfung Gebühren erhoben.

Eine kleine Anfrage diesbezüglich beantwortete das Präsidium im Akademischen Senat am 16.01.2013 für uns unzufriedenstellend. Jana Küchler (Hochschulpolitische Referentin des AStA TUB) dazu:
„Uni-assist macht den Hochschulzugang zur Kostenfrage. Das Präsidium nutzt hier eine rechtliche Lücke. Denn die TU dürfte eigentlich keine Bewerbungsgebühren einfordern. Die fragwürdige Gebührenpraxis wird vom Präsidium als "finanzieller Beitrag zur Prüfung der Bewerbung" bezeichnet. Wir verurteilen diese Sparkultur auf dem Rücken der Studieninteressierten!“

Die Begründung des Präsidiums, warum nur internationale Bewerber_innen diese Gebühr entrichten müssen, erscheint mehr als fragwürdig: Es wird dabei auf die jeweiligen Heimatländer der Bewerber_innen verwiesen, in denen aufgrund der andersartigen „Bildungskultur“ solche Gebühren durchaus üblich seien.

Dem Allgemeinen Studierendenausschuss ist der Verein uni-assist allerdings schon lange ein Dorn im Auge. Jana Küchler dazu: „Uni-assist ist für uns schon lange Uni(r)assist. Es ist uns nicht klar warum ausländische Studierende über 60 Euro pro Bewerbung zahlen müssen und ihre deutschen Mitbewerber_innen nicht.“

Auch wenn das Präsidium in seiner Antwort betont, dass die Universität die Arbeit von uni-assist überprüft und uni-assist auch regelmäßig Rechenschaft ablegen muss, wundern wir uns:

„In den Beratungsstellen des AStA tauchen regelmäßig Betroffene auf, die bereits unrechtmäßig bereits von uni-assist abgelehnt wurden oder die ihre Bewerbungsunterlagen zu spät zurück erhalten haben, um sich tatsächlich bei der Universität bewerben zu können“, so Hüseyin Dag (Berater für internationale Studierende im AStA TUB).

Der AStA fordert deshalb die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit der Universität mit dem Verein uni-assist und die Schaffung von Stellen an der Universität, die kostenlos und auf Wunsch die Bewerbungsunterlagen vorab prüfen.

Ein entsprechender Beschluss wurde am 14.01.2013 vom AStA gefasst

Die vollständige kleine Anfrage findet ihr hier.