Uni goes Blockupy – Studierende wieder auf der Straße

Auch der Allgemeine Studierendenausschuss der TU Berlin ruft dieses Wochenende im Rahmen der Initiative „Uni goes Blockupy“ dazu auf an den internationalen Krisenprotesten in Frankfurt teilzunehmen.

Jonas Rediske, Referent für politische Bildung im AStA, erklärt: „In den letzten Jahren kommen immer mehr Studierende in die Beratungen und klagen über fehlendes Bafög, zusätzliche Gebühren für ihre Bildung und
Belastungen durch Zweit- und Drittjobs neben dem Studium. Gleichzeitig rücken Fragen nach einer anderen Lehre in den Hintergrund, da vordergründig über Maßnahmen debattiert wird die die Hochschulen im
Wettbewerb nach vorne bringen soll. Das sind nur zwei Probleme, die Wurzel der Übel ist aber die gleiche: Konkurrenz und Gewinnmaximierung statt Bildung für Alle.“

Die Plattform „UnigoesBlockupy“ gründeten Studierenden verschiedener Berliner Hochschulen einige Wochen vor dem Protest, um Mitstudierende direkt anzusprechen und dazu aufzurufen ihre Probleme auf die Straße zu tragen. Gerade Bildungseinrichtungen sind stark von den Kürzungen der europaweit diktierten Sparpolitik betroffen.

Als AStA finden wir es übel, dass Protestes bereits im Vorfeld kriminalisiert werden. Am gestrigen Donnerstag wurden fünf Busse aus Berlin an der Anfahrt nach Frankfurt gehindert. Ein Bus mit protestierenden Flüchtlingsaktivistinnen und -aktivisten musste ganz umdrehen.

Hannah Eberle, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, erklärt: „Es ist absurd, aber leider verwundert es uns nicht, dass die Anreisenden aus Berlin gestern Nachmittag derart schikaniert wurden. Mit Kritik von Studierenden wurde in Frankfurt in den letzten Jahren meist so umgegangen. Erst vor kurzem konnten wir das wieder beobachten, als das Institut für vergleichende Irrelevanz (Ivi) geräumt wurde. Als Studierendenausschuss fühlen wir uns solidarisch mit all denen, die sich trotz Repression, international gegen Einsparungen im Bildungswesen wehren.“

Aus Sicht des Allgemeinen Studierendenausschuss muss eine zukunftsweisende Bildung neu gestaltet werden. Bildung kann nicht nur auf Leistungsdruck aufbauen – eine gute Bildung muss in aller erster Linie allen Menschen weltweit zugänglich gemacht werden.

Mehr Infos zu UnigoesBlockupy: http://unigoesblockupy.wordpress.com/