Wissenschaft und Geschlecht. Erfolge, Herausforderungen und Perspektiven

Wir freuen uns, dass am 25. Februar eine Präsentations von der GEW und dem BdWi (Bund demokratischer WissenschaftlerInnen) gemeinsam mit dem fzs (freien Zusammenschluss der Studierendenschaften), der Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) und dem StuRa Uni Jena begleitend zum Studienheft "Wissenschaft und Geschlecht" stattfindet.

Kommt vorbei.

Mehr Infos:
http://www.fzs.de/termine/event_634.html
http://www.bdwi.de/termine/event_20601.html

Seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelte sich in den kapitalistischen Industrieländern die Neue Frauenbewegung. Diese war seit Beginn überproportional in akademischen Milieus verankert. Hier hat sie auch ihre größten Erfolge zu verzeichnen:
So gibt es etwa heute in Deutschland und Österreich die am besten ausgebildete Frauengeneration in der Geschichte beider Länder, Frauen haben im Durchschnitt die besseren Schulabschlüsse und nehmen mittlerweile in größerer Zahl als Männer ein Studium auf. Dennoch bleibt die Wissenschaft eine Männerdomäne, auch oder gerade was personale Förderpraktiken und Entscheidungsstrukturen betrifft.
In den 1980er Jahren entstanden hochschulrechtliche Gleichstellungsvorschriften und institutionelle Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte mit eigenen Ressourcen. Zeitgleich etablierten sich in einzelnen Bereichen der Hochschulen feministische Forschungsthemen. Das Thema „Gleichstellung“ wurde zumindest in der offiziellen Politik anerkannt. Was freilich mit Versuchen politischer Entschärfung verbunden war.

Und heute? Vieles ist erreicht, vieles liegt noch immer im Argen. Es ist bekannt, dass Frauen weniger verdienen als Männer, wir wissen, dass sie in den höheren Stufen des Wissenschaftsbetriebs unterrepräsentiert sind und Forschung oft einen Geschlechterbias hat. Das im Dezember 2011 erschienene Studienheft greift diese Themen auf - auf der Tagung soll kritisch hinterfragt und gemeinsam diskutiert werden, wie es um die (institutionelle) Gleichstellung an den Hochschulen steht. Handelt es sich bei den aktuellen Entwicklungen um Fortschritte oder sind sie eher als Gefahren einzuschätzen?

Termin: 

Samstag, 25. Februar 2012 - 13:00 bis 17:00

Ort: 

Hauptgebäude TUBerlin Raum 3503