„Zwischen Gleichberechtigung und Gleichmacherei – brauchen wir eine gesetzliche Frauenquote?“

Der AStA distanziert sich von der inhaltlichen Ausrichtung der Veranstaltung „Zwischen Gleichberechtigung und Gleichmacherei – brauchen wir eine gesetzliche Frauenquote?“ der Fachbereichsinitiative „Fachschaftsteam“ und wird diese nicht unterstützen.

Die Veranstaltung erscheint dem AStA als überholt. Das vorgeschlagene Veranstaltungsformat, nur Männer auf dem Podium diskutieren zu lassen, steht diametral zum Gleichstellungskurs der Universität sowie zur Genderpolitik des AStA. Bei einer politischen Diskussion die „betroffene“ Gruppe heraus zu halten, hat keinen Charme, sondern ist paternalistisch. Die emanzipatorischen Kämpfe der feministischen Bewegungen der letzten Jahrzehnte und deren Ergebnisse werden auf diese Weise einfach abgetan.

Dieser Eindruck verstärkt sich durch die Wahl der auf dem Podium diskutierenden Referenten: Besonders problematisch sieht der AStA die Teilnahme von Bernhard Lassahn. Dieser machte vor allem durch sein Buch "Frau ohne Welt" von sich reden, in welchem nicht nur seine Ablehnung der Frauenquote deutlich wird. Seine Äußerungen gehen tiefer und erreichen eine extrem frauenfeindliche Position: Er spricht sich gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen bei Abtreibungen, Scheidungen, Berufswahl usw. aus. Mit einer solchen Person über die Ermöglichung von Frauen* in höhren Positionen des gesellschaftlichen Leben zu diskutieren, ist mehr als kontraproduktiv.

Der AStA begrüßt dennoch, dass Fachschaftsinitiativen sich um Themen zwischen Gesellschaft und Hochschule bemühen, und freut sich über studentisch organisierte Veranstaltungen.