Antifaschismus als Sicherheitsrisiko


Das antifaschistische Bündnis Keine Zukunft für Nazis ruft für diesen Samstag zur Blockade der Nazidemonstration "Tag der deutschen Zukunft" auf. Dort wollen Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet mit Parolen wie „Alles für Volk, Rasse und Nation“ gegen "Überfremdung" demonstrieren. Gerade angesichts der in Deutschland grassierenden Ressentiments gegen Migrant*innen und Geflüchtete, an die hier versucht wird anzuknüpfen, ist es wichtig sich diesen Menschen entgegenzustellen, gegen Rassismus Position zu beziehen und dem gegenüber die Perspektive einer freien, gleichen und solidarischen Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

Anders sehen dies wohl manche Entscheidungsträger*innen an der TU Berlin: Zur Unterstützung der antifaschistischen Proteste hatten Beschäftigte des AStA ein Transparent aus dem Semesterticketbüro im Hauptgebäude gehängt. Am Freitag letzter Woche drangen Securities der Universität, vermutlich auf Anweisung von oben, ohne Rücksprache mit uns in die Büroräume ein, schnitten das Banner einfach ab und ließen es fallen. Als Begründung für diese Maßnahme wurde uns mitgeteilt, dass das Banner ein Sicherheitsrisiko dargestellt habe, dessen Art uns jedoch schleierhaft bleibt.

Unsere Konsequenz: Wir rufen umso entschiedener dazu, auf sich am Samstag in Neuruppin den Nazis in den Weg zu stellen. Und das nächste Transparent bringen wir auf jeden Fall "sicherer" an, damit es nicht so schnell herunterfallen kann...

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