AStA Frankfurt verärgert über Miethöhe im privaten Wohnheim Philosophicum

Mit großer Verärgerung hat der AStA der Goethe-Universität die ersten Wohnungsangebote für das renovierte Philosophicum zur Kenntnis genommen. Laut einer Anzeige in einem Internetportal liegt die Warmmiete für 26 m² im Philosophicum bei 670 €. AStA-Vorstand Max Rudel kommentiert dazu: „Solche Wohnungsmieten sind weder studentisch noch angemessen. Die überwältigende Mehrzahl der Studierenden wird sich das nicht einmal annähernd leisten können. Genau vor solchen Mietpreisen hat der AStA schon gewarnt, als noch überlegt wurde, das Gebäude an die Bürgerinitiative „Wohnen im Philosophicum“ zu verkaufen!“.

„Eigentlich sollte das Studentenwerk für bezahlbare Studierenden-Wohnheime sorgen. Diese werden jedoch von der Landesregierung chronisch unterfinanziert. Anstatt dem mit bezahlbarem Wohnraum für alle entgegen zu wirken, hat die ehemalige Stadtregierung lieber ihre Haushaltslöcher mit Einnahmen der städtischen Wohnungs-Holding ABG gestopft. Besonders ärgert uns, dass Cunitz beim Verkauf des Philosophicum dreist behauptet hat, dort würden keine hochpreisigen Wohnungen entstehen, obwohl das von Anfang an klar war. Wenn sich jetzt noch jemand fragt, warum Cunitz abgewählt wurde, weiß ich auch nicht“, ergänzt Nis Thiemeier, stv. AStA-Vorstand.

Zusätzlich kritisiert der AStA, dass ähnlich wie bereits vor einigen Jahren beim Verkauf des „Instituts für Vergleichende Irrelevanz, IVI“, angeblich zu bauende soziale Einrichtungen wie KiTas als Feigenblatt vor das offensichtliche Profit-Interesse geschoben wurde.

Der AStA der Uni Frankfurt setzt sich bereits seit vielen Jahren für bezahlbaren Wohnraum für Studierende und alle anderen Frankfurter*innen ein. Um auf die prekäre Wohnsituation vieler Studierender hinzuweisen wird vom 10. Bis 14. Oktober im fünften Jahr die Aktionswoche „Mieten? Ja wat denn??“ stattfinden. Diese bietet neben einem umfangreichen Informationsprogramm auch wohnungslosen Erstsemestern die Möglichkeit im Studierendenhaus zu übernachten.