Die Beförderungsbedingungen der BVG und S-Bahn haben sich geändert.

Bis zum 1. Januar 2017 musstet ihr nach den alten Beförderungsbedingungen¹ 60,- Euro zahlen, wenn ihr innerhalb eines Jahres mehr als einmal euer Ticket bei einer Kontrolle vergessen hattet.

Nur beim ersten Vergessen wurde diese Strafe auf 7,- Euro reduziert, wenn ihr euer Ticket innerhalb einer Woche nachträglich vorzeigen konntet, obwohl die gesetzlichen Regelungen immer einer Reduzierung auf 7,- Euro vorschreiben.

Der AStA hat seit einem Jahr bei der BVG, S-Bahn und dem Berliner Senat darum gekämpft, dass auch in Berlin die gesetzliche Regelung gilt. Der ehemalige Verkehrssenator Andreas Geisel ließ damals erklären, es sei das gute Recht der BVG/S-Bahn, im Rahmen ihrer unternehmerischen Freiheit diesen Berliner Sonderweg zu gehen und keinesfalls rechtswidrig. Nun wurden zu Jahresbeginn die Beförderungsbedingungen² geändert. Bemerkenswert finden wir, dass in der Presseerklärung zu den Änderungen die Angleichung an die rechtliche Norm nicht erwähnt wird³. Auch wir haben davon nur zufällig erfahren. Vielleicht ist der BVG/S-Bahn doch aufgefallen, dass ihre unternehmerische Freiheit nicht grenzenlos ist.

Jetzt gilt: Seit dem 1. Januar zahlt ihr immer 7,- Euro, wenn ihr euer Ticket nachträglich innerhalb einer Woche vorzeigt - auch wenn ihr besonders vergesslich seid und euer Ticket öfter zuhause lasst. Achtet trotzdem auf euer Ticket und achtet darauf, dass ihr nicht mehr als 7,- Euro zahlt. Wir wissen nicht, ob die Mitarbeiter*innen der BVG/S-Bahn schon wissen, was wir wissen.

¹Beförderungsbedingungen 2016: http://images.vbb.de/assets/downloads/file/297904.pdf
²Beförderungsbedingungen 2017: www.bvg.de/index.php?section=downloads&download=581
³Presseerklärung VBB: http://images.vbb.de/assets/downloads/file/1161289.pdf
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